Forum 2013 – aktuelle Kunst in der Burg Vischering - 03. November 2013 bis 05. Januar 2014 in Lüdinghausen

25.10.2013/Kreis Coesfeld. Es ist ein fast schon traditionelles, jährliches Kulturangebot des Kreises Coesfeld: Acht Künstlerinnen und zwei Künstler stellen diesmal beim „Forum 2013 – aktuelle Kunst in der Burg Vischering“ aus und beziehen auf vielfältige Weise Stellung. Die Eröffnung findet am übernächsten Sonntag (03. November 2013) um 11:00 Uhr statt.

Tassilo Sturm: Kellerraum, 2013, Leuchtkasten

Tassilo Sturm: Kellerraum, 2013, Leuchtkasten

Anne Wissmann: Figur Nr. 2, 2011, Beton und Stahl, (Foto: Franklin Berger)

Anne Wissmann: Figur Nr. 2, 2011, Beton und Stahl, (Foto: Franklin Berger)

Was Bildhauerei heute bedeuten kann, lassen die unterschiedlichen Positionen der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler erahnen: Naomi Akimoto aus Düsseldorf, 1967 in Osaka geboren, verweist in ihren skulpturalen Gebilden auf Elemente der Natur. Das traditionelle Material Ton, das sie häufig verwendet, kommt ihrer Arbeit entgegen; neben unbegrenzten Möglichkeiten des Modellierens ermöglicht es eine differenzierte Gestaltung von Oberflächen. Die Bildhauerin Anne Wissmann aus Düsseldorf (ebenfalls Jahrgang 1967) studierte Kunst in Braunschweig, London und Finnland. Sie schafft Wesen, die dem Betrachter bekannt vorkommen, an denen sie aber Veränderungen vornimmt, die irritieren. Das bevorzugte Material von Ai Hagita aus Meerbusch ist Papier. Daraus schafft sie Bilder und Objekte: Eine zarte Farbgebung, extreme Fragilität und poetische Anmutung zeichnen diese aus. Nach dem Kunststudium in Japan besuchte sie die Akademie in Düsseldorf bei Alfonso Hüppi. Carol Pilars de Pilar, 1961 geboren, studierte Malerei und Restaurierung in Florenz. Seit 1985 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Düsseldorf. In der Ausstellung wird sie eine Installation aus kleinen menschlichen Figuren aus Ton zeigen, die auf filigranen Gestellen aus Stahl stehen. Der Bildhauer Tassillo Sturm aus Münster (Jahrgang 1970) studierte Malerei an der Kunstakademie Münster bei Ullrich Erben. Seit Jahren arbeitet er an komplexen Installationen und Rauminterventionen. So baut er Architekturmodelle, Räume, ganze Landschaften aus unterschiedlichsten Materialien, fotografiert diese und transformiert sie in ein anderes Medium, wodurch er ein komplett verändertes Kunstwerk schafft.

Auch die Malerei ist mit bemerkenswerten Positionen vertreten. Silke Brösskamp aus Köln, 1965 geboren, studierte in Münster bei Reiner Ruthenbeck und Katharina Fritsch. Ihre thematischen Schwerpunkte schöpft sie aus Architektur, Interieurs und Einrichtungsgegenständen, wobei sie immer einen starken Bezug zum Ausstellungsraum herstellt. Nora Grunwald, 1971 geboren in Berlin, Studium in Münster bei Ludmilla von Arseniew, bedient sich der traditionellen Malerei. Seit Jahren widmet sie sich dem Thema Frau, wobei der weibliche Körper im Vordergrund steht. So entstanden ganze Serien, bei denen verschiedenste Aspekte im Fokus der Künstlerin stehen. Das Werk von Thomas Fornfeist aus Lüdinghausen, 1973 in Osnabrück geboren, fokussierte sich während seines Studiums in Münster und Braunschweig auf Zeichnung und Illustration. Seine Themen kreisen um den Kunstbetrieb, aber auch um das Alltägliche. Dorthe Goeden aus Münster, geboren 1975 in Adenau, studierte Kunst und Kunstgeschichte in Köln und Aachen. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit Malerei, Zeichnung, Fotografie und dem Scherenschnitt, der traditionell eher dem Kunsthandwerk zugeordnet ist.

Zur Eröffnung der Ausstellung am übernächsten Sonntag (03. November 2013) um 11:00 Uhr lädt der Kreis Coesfeld alle interessierten Kunstfreundinnen und Kunstfreunde herzlich ein in die Ausstellungsräume der Burg Vischering. Nach einer Einführung durch die Kuratorin der Ausstellung, Reinhild Mackowiak, wird die Künstlerin Sylvia Forstmann aus Havixbeck eine Performance mit dem Titel „Like a River (Erbfolge)“ aufführen. Die Idee entstand nach dem Erwerb von 23 Brautkleidern aus einer Trödelhalle in der Normandie. Die Kleider warfen die Frage nach den Trägerinnen und ihren Schicksalen auf. Die Performance ist der Versuch, dieser Thematik ein Gesicht zu geben.

Die Ausstellung endet dann am 05. Januar 2014; ein Künstlergespräch findet statt am Sonntag, 08. Dezember 2013, um 15:00 Uhr. Weitere Informationen sind unter Telefon 02591 / 7990-11 erhältlich.

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