MATHIAS PERLET - EXKURSION
31. Juli 2011 bis 11. September 2011

„Mathias Perlet hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert und war von 1987 bis 1990 ebenda Meisterschüler bei Professor Arno Rink. Er konnte sich sicher, rasch und souverän eine eigene Handschrift erarbeiten. In deren Mittelpunkt stehen die Auseinandersetzung mit der Figur und die Schaffung von imaginären Bildräumen, welche mit Phantasie und Sinnlichkeit angereichert sind.
In seinen Bildern ist Mathias Perlet stets dem Menschen zugewandt, hinterfragt dessen - und damit seinen eigenen Standort. Er thematisiert Liebe, Ängste und Hoffnungen. Wesentlich sind ihm dabei physische Zustände wie Warten, Sich-Einsam-Fühlen und Sehnsüchtig-Sein. Die Stimmungen, die der Künstler schafft, berühren. Und dies sowohl bei Bildern, die sich mit den Themen, z.B. Kindheit-Sehnsucht-Puppe oder Jugendlichkeit-Tier-Gefährdung-Behütung, beschäftigen wie auch bei den Wald- und Wasserlandschaften. Häufig setzt der Maler Metaphern ein, die dann in ganzen Bildserien auftauchen, so die wunderschöne, aber haarlose Porzellanpuppe, der wunderschöne, aber gefährliche Wolf oder die Sinnbilder Wald und Wasser. Zu den ablesbaren Konstellationen der Figuren, der Rätselhaftigkeit mancher Begegnung und den intimen Zwiesprachen tritt dann auch der Hintersinn dieser Sinnbilder. So eröffnet die Schönheit einer sonnenüberfluteten Meeresoberfläche viele Gedanken: Wasser heilt und reinigt, vorzugsweise wenn es fließt.
Bewegung und Veränderung ist sein Prinzip, stete Erneuerung aus gleicher Substanz sein Ziel. Das Wasser als ruhige Fläche ist ein Spiegel, der dem, der hineinblickt nicht allein ein umgekehrtes Ich zeigt, sondern durch diese hindurch einen Blick in unergründbare Tiefen des Geheimnisvollen. So könnte manche Bildsituation den Augenblick zeigen, zu dem der Dichter sagen würde: ‚Verweile doch Du bist so schön’. Manch andere hingegen verführt zum Erschrecken.“ (Christine Dorothea Hölzig)
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